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Streicheln, Füttern, Spielen - Ehrenamtliche Katzenfreund in Köthen gesucht

 

MZ | Köthen 16.10.2016

von Doreen Hoyer

 


Die Kätzchen machen einen fidelen Eindruck. Sie spielen mit kleinen Bällen, lassen sich streicheln, kugeln über den Fußboden. Eigentlich ein Bild des Glücks. Es fragt sich nur: Wer möchte ihnen ein Zuhause geben? Und wer wird sich um die kümmern, die nicht gleich vermittelt werden können?


Diese Fragen treiben Evelyn Schwerdtfeger um. Sie ist Vorsitzende des Vereins Köthener Tierhilfe und kümmert sich mit ihren Mitstreitern derzeit um mehrere Dutzend Katzen. Für etwa 20 der Tiere sucht Schwerdtfeger nun neue, liebevolle Besitzer.


Es handelt sich dabei um Männchen und Weibchen verschiedenen Alters. Die jüngsten sind etwa sieben Wochen alt und können ab einem Alter von etwa zehn Wochen in ein neues Zuhause umziehen - am liebsten als Paar, denn sie sind es gewohnt, mit ihren Geschwistern zu spielen.


Dann gibt es noch ein paar ältere Katzen, die etwa im Mai 2016 geboren wurden. „Teenager sozusagen“, meint Schwerdtfeger. Diese Tiere sind bereits geimpft und entwurmt, jedoch noch nicht kastriert, weil sie für so einen Eingriff noch zu klein sind. Die jungen Katzen können in der Wohnung gehalten werden, würden sich aber sicher auch an ein Leben als Freigänger gewöhnen.


Auch erwachsene Katzen suchen ein Zuhause. So zeigt Schwerdtfeger zum Beispiel einen Kater und eine Katze, beide sind etwa zwei Jahre alt. „Die beiden sollten möglichst zusammen vermittelt werden, weil sie sehr aneinander hängen“, erklärt die Tierschützerin.


Die Katzen seien anfangs vielleicht noch etwas scheu, würden mit der Zeit aber zugänglicher werden. Eine Wohnungshaltung wäre für diese beiden von Vorteil, denn etwas anderes hat das Miezenpaar nie kennengelernt. Die großen Tiere sind entwurmt, geimpft und kastriert.


Ehrenamtlich Katzen streicheln
Wer sich keine Katze anschaffen möchte, kann trotzdem helfen. Denn die Köthener Tierhilfe sucht Unterstützer. Vier Mitstreiter hat Schwerdtfeger momentan, die sich um die Pflege der Tiere kümmern. Vier weitere, erzählt sie, seien aktuell nicht im Einsatz, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen. Gesucht werden also Tierfreunde, die Zeit und Lust haben, sich ehrenamtlich um Katzen zu kümmern - sie zu füttern und zu streicheln, mit ihnen zu spielen und auch mal das Katzenklo sauber zu machen, denn das gehört dazu.


„Die Tiere sind bei privaten Pflegestellen in Köthen untergebracht“, erklärt Schwerdtfeger. Eine weitere Pflegestelle gebe es in Zörbig.


Durchschnittlich nehme der Verein 70 bis 100 Katzen pro Jahr auf, pflege und vermittle sie. Meistens seien es verwahrloste, verwilderte Tiere und ihre Jungen - Katzen, die offenbar nicht vermisst werden, häufig krank sind - und die Gefahr laufen, zu hungern oder misshandelt zu werden.


Davon gebe es in Köthen und Umgebung reichlich, so Schwerdtfeger, und bei der Betreuung der vielen Tiere komme der Verein personell und auch beim Platz schon mal an seine Grenzen.


Katzenfutter kostenlos bereitgestellt
Wenigstens um das Futter müssen sich die Tierschützer keine Sorgen machen. „Das bekommen wir seit ungefähr einem Jahr von der Firma Fressnapf zur Verfügung gestellt, genau wie Zubehör, Kratzbäume und ähnliches“, freut sich Schwerdtfeger.


Eine Unterstützung, für die sie sehr dankbar ist und ohne die der Verein Tierhilfe Köthen große finanzielle Lasten schultern müsste. Wer eine Katze bei sich aufnehmen möchte oder den Verein unterstützen will, erreicht Evelyn Schwerdtfeger unter Telefon 0178/8 07 22 40 (mz)

Verein Tierhilfe sorgt für wilde Katzen

 

MZ 03.10.2012

von Ute Hartling-Lieblang

 

 

 

Mitglieder des Köthener Vereins Tierhilfe, darunter Tierärztin Angelika Todte (vorn l.), die Vorsitzende Evelyn Schwertfeger (hinten l.), Bärbel Naumann und Sandra Schwarzkopf (vorn r.) kümmern sich um kleine Streuner. (FOTO: HEIKO REBSCH)

 

Den Welttierschutztag am Donnerstag nimmt der Köthener Verein Tierhilfe zum Anlass, um auf die große Anzahl wilder herrenloser Katzen in der Stadt aufmerksam zu machen, die sich nicht nur unkontrolliert vermehren, sondern oft auch krank oder verletzt sind.

 

Köthen/MZ. 

"Anfangs haben sie sich ganz schön gewehrt und waren kaum zu bändigen", erzählt Evelyn Schwertfeger über ihre Schützlinge. Inzwischen haben sich die kleinen Katzen an ihre neue Umgebung und die menschliche Pflege gewöhnt, schildert die Vorsitzende des Vereins Köthener Tierhilfe.

Schon vor der Gründung im Juli dieses Jahres hat sich die Köthenerin um Streunerkatzen gekümmert, die in Parkanlagen, auf Friedhöfen oder in Gartensparten ihr Dasein fristeten. Dort sind sie nicht nur selbst anfällig für Krankheiten, sie können - wenn sie nicht regelmäßig entwurmt werden - auch Menschen krank machen. Vor allem Spulwürmer in Sandkästen auf öffentlichen Spielplätzen sind ein Ansteckungsherd, erklärt die promovierte Tierärztin Angelika Todte, die im Vorstand des Vereins mitarbeitet. Das größte Problem aber sei die unkontrollierte Vermehrung der Tiere.

Den Welttierschutztag möchte der junge Verein zum Anlass nehmen, um erneut auf seine Arbeit aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit um Unterstützung bei den Vorhaben zu bitten. Dafür haben die Mitglieder eine Spendendose eingerichtet. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, mit diesen Spenden möglichst viele Streunerkatzen einer Sterilisation oder Kastration zuzuführen und sie gleichzeitig zu entwurmen. Wenn möglich sollen dafür geeignete Katzen danach an Tierliebhaber vermittelt werden, die sich beim Verein jederzeit melden können. Geplant ist auch die Einrichtung einer Auffangstation mit sieben Katzenzimmern.

Ein geeignetes Objekt in Pfaffendorf wurde bereits erworben. Dort haben die Vereinsmitglieder, unterstützt von mehreren Helfern, schon tatkräftig Hand angelegt, um das Objekt, in dem auch eine Wohnung für den ehrenamtlichen Betreuer und ein Büro entstehen sollen, zunächst einmal zu entrümpeln. Ziel ist es, das Haus 2013 der Nutzung zu übergeben. Bis dahin werden vor allem Katzenkinder in vier privaten Pflegestellen liebevoll betreut. "Wir wurden schon rege in Anspruch genommen, seitdem erstmals über uns berichtet wurde", erzählt Evelyn Schwertfeger. Derzeit werden 20 Katzen ehrenamtlich betreut, unter anderem von Bärbel Naumann und Sandra Schwarzkopf. Die Tiere stammen aus einem Garagenhof in der Maxdorfer Straße oder vom Lachsfang. Eine Katzenmutter mit drei Jungen wurde in einem Karton am Abzweig Großbadegast einfach ausgesetzt, schildert Schwertfeger. Besorgte Bürger hatten den Verein darauf aufmerksam gemacht.

 Zeitungsartikel am 14.09.2012

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Köthener Tierhilfe" will Aktivistenarbeit leisten

Köthen (pm). Normal müsste am Tierheim in Köthen, wegen Überfüllung geschlossen stehen. Gemeint sind die vielen Katzen, die hier beherbergt werden und es werden immer mehr.
Die streunenden Tiere vermehren sich rasant. Begünstigt wird das Ganze noch durch die Tierliebe vieler Anwohner, die die Tiere regelmäßig füttern.
Eine Hand voll Tierschützer hat sich jetzt ein Herz gefasst und einen Verein gegründet, der sich vorrangig diesem Problem widmen will, um auch langfristig das Tierheim zu entlasten. Ziel ist es, die Vermehrung einzudämmen. Unter der Führung von Dr. Angelika Todte, (Tierärztin), Daniela Lotter (Tierärztin) sowie Nora Stephan und Evelyn Schwerdtfeger sollen die Tiere eingefangen, sterilisiert beziehungsweise kastriert und dann wieder ausgesetzt werden.
Aber auch die Vermittlung von Jungtieren in liebevolle Hände, Operationen und Pflege von verletzten Tieren haben sich die Mitglieder auf die Fahne geschrieben.
Wer sich hier mit einbringen möchte, ist herzlich willkommen. Ob Mitglied oder Fördermitglied, jeder der helfen will, ist gern gesehen. Eine Finanzierung ist aus Zuschüssen der dafür prädestinierten Institutionen, (Lotto, Sparkassen, Stadt) vorgesehen. Ein Internetauftritt ist auch in Vorbereitung, wo sich Interessenten über eine Mitgliedschaft oder Spenden informieren können.

Es sind alle Leser aufgerufen, dem Verein mitzuteilen, wo sich streunende und freilebende Katzen aufhalten oder gefüttert werden, um sich zahlenmäßig einen Überblick zu verschaffen. Das kann telefonisch bei Frau Naumann unter der Rufnummer: 03496 214000 geschehen oder per E-Mail unter:
koethener-tierhilfe@gmx.de.  

Zeitungsartikel vom 27.08.2012

Ein Herz für die Miezen

 

 

 "Wir sehen uns als Ergänzung." sagt die Vorsitzende Köthener Tierhilfe, Evelyn Schwerdtfeger. (FOTO: Noack) Von Katrin Noack

 Der Verein Köthener Tierhilfe möchte sich vor allem herrenlosen Katzen annehmen. Die Vorsitzende will den Tierschutz in der Stadt ergänzen.

Köthen/MZ. 

"Wir wollen das Übel an der Wurzel packen", sagt Evelyn Schwerdtfeger. Die Vorsitzende des neu gegründeten Tierschutzvereins Köthener Tierhilfe e.V. meint damit vor allem das Problem der herrenlosen Katzen in der Stadt, die oft verletzt und krank sind und sich zudem häufig unkontrolliert vermehren. "Freilaufende Hunde werden entdeckt, Katzen nicht", weiß Schwerdtfeger, die selbst seit Jahren regelmäßig Katzen bei sich zu Hause aufnimmt. Sie dort pflegt, sterilisieren lässt und wieder aufpäppelt. Wenn sie gesund sind, sucht sie nach neuen Haltern - auf eigene Kosten. Bis zu 1500 Euro hat sie schon in manch eine Katze investiert. Dennoch: "In den letzten vier Jahren habe ich 80 Katzen vermittelt", schildert sie und zeigt einen dicken Ordner, in dem sie Fotos "ihrer" Katzen und deren Vermittlungsverträge gesammelt hat.

Doch die Köthener Tierhilfe will sich nicht nur um die Katzen kümmern, die sonst keiner will. Das sei ihr persönliches Anliegen. "Wir wollen den Tieren helfen, die Mitglieder entscheiden, wo und wie wir uns engagieren", erklärt die Vereinsvorsitzende. Bisher sind elf Mitglieder in dem Verein organisiert, im Vorstand sind neben Evelyn Schwerdtfeger eine Juristin und die beiden Tierärztinnen Daniela Lotter und Angelika Todte. Gegründet wurde der Verein am 27. Juli.

Dass es ihn nun gibt, "ist so gewachsen", erklärt Evelyn Schwerdtfeger. Bereits vor der Gründung des Vereins haben sie und auch die Tierärztin Todte sich bereits der kranken und auch schwer verletzten Katzen angenommen. Allerdings "schaffe ich das kräftemäßig nicht mehr allein", sagt die Vereinsvorsitzende, die sonst in ihrem Büro am Neustädter Platz Immobilien verkauft und vermietet. Die Anfragen, ob sie diese oder jene geschundene Katze bei sich aufnehmen könne, seien nicht weniger geworden.

Zwar hat der Verein seine Arbeit erst aufgenommen, doch es gibt schon konkrete Pläne. Für eine Auffangstation für Katzen, in einem Haus mit 3 000 Quadratmetern Garten in Pfaffendorf zum Beispiel. Hier sollen die Tiere "zügig gesunden und vermittelt werden", erklärt die Vorsitzende das Ziel. Dabei sei noch genug Raum, um beispielsweise einen Hundeplatz einzurichten. Zudem möchte der Verein die Kastration und Sterilisation herrenloser Katzen vorantreiben. "Wir betreuen vier OP-Plätze, könnten das aber noch erweitern", schildert die Vorsitzende.

Das Engagement dieses zweiten Tierschutzvereins möchte Evelyn Schwerdtfeger jedoch nicht als Konkurrenz zur Arbeit des Köthener Tierschutzvereins, der das Tierheim in der Fasanerie betreibt, verstanden wissen. "Wir sehen uns als Ergänzung", sagt sie und verweist noch einmal auf das Anliegen der Köthener Tierhilfe. "Wir wollen den Tieren helfen."